Bildunterschrift "© Bundesverwaltungsgericht"
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 Präsidiumssitzung in LübeckIMG 5201

Zum Auftakt der Herbsttagung des Bundes Deutscher Rechtspfleger folgten die Teilnehmer einer Einladung des BDR Landesverband Schleswig-Holstein ins Rathaus der Stadt Lübeck. Dort begrüßte die neugewählte Vorsitzende des LV Schleswig-Holstein Frau Sabine Fohler-John, der Senator für Wirtschaft und Soziales Sven Schindler, die Vertreterin des Justizministeriums Ursel  Hoppe, der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Schleswig Rainer Hanf und der Präsident des Landgerichts Lübeck  Dr. Ole  Krönert  die Mitglieder des Präsidiums. Senator Sven Schindler erklärte den Audienzsaal des Rathauses im Rokoko Stil aus dem Jahr 1760 mit Motiven des italienischen Malers Stefano Torelli zu den Tugenden der Regierung wie zB Gerechtigkeit, Wahrheit, Klugheit und Verschwiegenheit.

In Schleswig-Holstein konnten im letzten Jahr nicht mehr alle freien Stellen für Studenten der Rechtspflege besetzt werden. So fehlen derzeit schon dringend benötigte Kräfte, um das Funktionieren der Justiz zB im Grundbuchgericht, sicher zu stellen. Eine Besonderheit der Rechtspfleger in Schleswig-Holstein ist die freie Arbeitszeit. Der Anteil der Justiz im Haushalt des Landes beträgt  aber nur 2-3%. Der Bundesvorsitzende Mario Blödtner stellte fest, dass das Ansehen der Justiz in der Öffentlichkeit sehr vom inner- und außerdienstlichen Verhalten der Kollegen abhängt. "Der Rechtspfleger muss Vorbild sein", so der Bundesvorsitzende. Zur Sicherung der Nachwuchsgewinnung ist unbedingt erforderlich, dass der Beruf des Rechtspflegers in der Öffentlichkeit bekannter wird.

Die interne Sitzung beschäftigte sich dann am 10. und 11. November intensiv mit den Themen Nachwuchsgewinnung und aktuellen Rechtsentwicklungen.

Im Bild vorne von links: Sabine Fohler-John, Sven Schindler, Mario Blödtner (ck)