Sodann präsentierte die für Öffentlichkeitsarbeit des BMJV zuständige Mitarbeiterin Frau Mira Gajevic der Leitungseinheit Kommunikation im BMJV den bisherigen Stand der Ideen und Planungen. Der Zeitplan bis zur Fertigstellung der Kampagne ist äußerst ambitioniert, denn schon am 17. September 2019 soll Justizministerin Christine Lambrecht die Kampagne starten. Geplant sind TV-Spots, Plakate, Onlinewerbung, eine Internetseite und Auftritte in den Sozialen Medien. Damit soll ein Grundstein geschaffen werden, an dem man später andocken kann. Inhaltlich sollen etwa der Wert der Versammlungsfreiheit oder der Pressefreiheit vermittelt werden, dabei setzt man auf Erklärformate, um juristische Laien zu erreichen. Das Material wird für eine online-affine Zielgruppe aufbereitet. Die eigentliche Kampagne wird bis März 2020 laufen.

Die Anwesenden wurden um Unterstützung hinsichtlich der Themenauswahl und deren Vermittlung gebeten. Es begann eine angeregte Diskussion. Nicht nur die BDR-Vertreter wiesen nachdrücklich darauf hin, dass die Justiz viel mehr umfasst als nur das Strafverfahren. Der Wert des Rechtsstaats erweist sich in der freiwilligen Gerichtsbarkeit, aber auch in der Gewährung des Zugangs zum Recht selbst für mittellose Parteien. Die Teilnehmer sahen verschiedene Möglichkeiten, wie auch die Justiz selbst (etwa in Briefköpfen) auf die Kampagne "Wir sind Rechtsstaat" hinweisen könnte.

Am Ende warb das BMJV darum, die Materialien aus der Kampagne weiterzuverbreiten. Auf der Kampagnenwebsite werden Motive und Materialien zur Verfügung gestellt. Man könne sich auch vorstellen, entsprechende Veranstaltungen der Gewerkschaften und Berufsverbände der Justiz zu begleiten. (es)