Gewalt gegen Beschäftigte 

Nach einer Bürgerbefragung durch den dbb beamtenbund und tarifunion erleben derzeit 83 Prozent der Menschen eine zunehmende Verrohung der Gesellschaft. Über ein Viertel aller Befragten haben Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst beobachtet. Die Hälfte dieser Angriffe waren körperlicher Art. Jeder zweite Staatsdiener ist bereits Opfer solcher Vorfälle geworden. Das sind die besorgniserregenden Kernergebnisse über eine zunehmende Brutalisierung der Gesellschaft. Zum Schutz der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sei ein "Investitionsprogramm Sicherheit" erforderlich, so der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach: „Natürlich brauchen wir mehr Personal für Sicherheit und Justiz, damit Fehlverhalten zeitnah und spürbar sanktioniert werden kann." Außerdem müssten bauliche, organisatorische und Ausrüstungsaspekte einbezogen werden. Ein Kulturwandel sei nötig. Jeder Vorfall müsse transparent gemacht werden. Vorgesetzte dürften nicht länger Angriffe bagatellisieren. "Wir brauchen die Unterstützung der Bevölkerung. Das ist unser aller Gesellschaft, unser aller öffentlicher Dienst. Egal ob auf der Straße, in Schule, Krankenhaus oder auf dem Amt: Jeder, der Zeuge von Übergriffen wird, soll eingreifen, laut werden und Hilfe holen“ so Silberbach weiter. (ck, Quelle: dbb)