Parlamentarischer Abend zu Robotik und KI in Berlin
Foto: BDR Björn Benkhoff in der Landesvertretung Bayerns beim Bund
Robotik und KI? Was im ersten Moment weit weg von der Justiz klingt, betrifft uns alle im Kern: Der demografische Wandel und die akute Fachkräftelücke zwingen jeden Bereich zum Umdenken.
Am 6. Oktober 2026 nahm der neue BDR-Bundesvorsitzende Björn Benkhoff an der zukunftsweisenden Fachveranstaltung in der Bayerischen Vertretung in Berlin teil, zu der auch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mit Robotern und KI wieder wettbewerbsfähig, Fachkräftelücke schließen..." gehörte.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht in Robotik, Automation und Künstlicher Intelligenz zentrale Schlüsseltechnologien für die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern. „Robotik und Künstliche Intelligenz sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Sie sind heute schon Innovations- und Produktivitätstreiber und helfen uns dabei, den demografisch bedingten Fachkräftemangel abzufedern.“ Er fuhr fort: „Wir werden den Fachkräftemangel nicht allein durch Zuwanderung oder längere Arbeitszeiten lösen können. Wir müssen auch die Produktivität erhöhen. Robotik, Digitalisierung und KI können Menschen von körperlich belastenden und wiederholbaren Tätigkeiten entlasten und dort Arbeitskräfte ersetzen, wo sie künftig fehlen.“ Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass Beschäftigte die notwendigen Kompetenzen für die neuen Technologien erwerben. „Sonst verschieben wir die Fachkräftelücke nur. Deshalb gehören Weiterbildung und organisatorische Veränderungen genauso zur digitalen Transformation wie die Technologie selbst.“
Björn Benkhoff zieht am Ende der Veranstaltung ein klares Fazit: Die Herausforderungen sind überall die gleichen – auch die Justiz darf den Anschluss an diese Entwicklungen nicht verpassen!
Während Industrie und Wirtschaft smarte Lösungen entwickeln, müssen auch wir in der Justiz KI als Chance begreifen. Nicht, um den Menschen als Entscheider zu ersetzen, sondern um unsere Prozesse zu optimieren, Verfahren zu beschleunigen und den Bürgerinnen und Bürgern trotz großen personellen Herausforderungen auch künftig einen starken Rechtsstaat zu garantieren.
Hierfür haben wir auf unserem Rechtspflegertag in Erfurt die Grundlagen verabschiedet.
Herzlichen Dank für die Einladung an Herrn Wirtschaftsminister Aiwanger.